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Zimmervoliere

Die Haltung und Zucht von Vögeln in Wohnräumen ist die ungünstigste der 3 Haltungsformen. Wer in einer Einzimmerwohnung lebt, dem würden wir von einer Vogelhaltung abraten, denn Vögel sind laut und das im Sommer sobald die Sonne aufgeht! Sinnvoll ist, das die Voliere nicht in dem Zimmer steht in dem man schläft.

Vor allem im Winter ist die Heizungsluft sehr trocken. Vögel benötigen eine Lutfeuchtigkeit von über 40%. Fällt sie darunter wird das Gefieder stumpf und die empfindliche Haut der Vögel nimmt Schaden. Abhilfe schaft man in dem der Halter Zimmerpflanzen aufstellt oder Wasserschalen auf den Heizkörpern plaziert. Unverzichtbar ist ein Hygrometer, um die Luftfeuchtigkeit zu messen.

Zimmervoliere

Die Zimmervoliere ist für den Normalverdiener eine beachtliche Investition. Zu ihr gibt es aber keine Alternative! Das die Vögel den ganzen Tag im Zimmer frei fliegen können ist eine Illusion. Die Voliere muß so groß sein, das die Vögel in ihr gut fliegen und sich beschäftigen können. Wichtig ist das der Halter die Voliere reinigen kann, ohne den "Schutzraum" der Vögel zu betreten. So fassen die Tiere Vertrauen in ihre Umgebung, und lernen schneller, nach dem Freiflug im Zimmer, in die "sichere" Voliere zurückzukehren. In jedem Fall muß eine Hetzjagd durch das Zimmer vermieden werden, da diese für beide Seiten traumatisch endet und jedes Vertrauen zerstört. Wenn es gar nicht anders geht, die Vögel mit dem Käscher fangen, und ohne sie anzufassen in die Voliere zurücksetzen.

Standort

Beim Standort der Voliere ist es wichtig das sie an einem hellen Platz mit viel Tageslicht steht. Dennoch sollten die Vögel nicht den ganzen Tag in der Somme stehen, und jederzeit die Möglichkeit haben sich in den Schatten zurückzuziehen. Die Nistkästen und Brutmöglichkeiten sollten möglichst weit oben und schattig angebracht sein. Bei Teppichböden hat es sich bewährt, um die Voliere herum Laminat auf den Teppich zu legen, da dieser sonst auf die Dauer Schaden nimmt.

Ausstattung

Bei der Ausstattung der Voliere sollte der Halter die Bedingungen in der Natur so gut wie möglich "nachbauen".

Zur Volierenausstattung wird im Zoofachhandel jede Menge unbrauchbares Zubehör angeboten. Plastikwellensittiche, die mit Batteriebetrieb piepsen, oder Spiegel, sind definitiv ungeeignet und können einen fehlenden Artgenossen nicht ersetzen. Die richtige Ausstattung sind Sitzstangen aus Naturästen in unterschiedlichen Stärken, sowie an Edelstahlketten aufgehängte Astgabeln. Beim Anfliegen muß der Vogel die Schwingung des Astes mit seinen Beinen ausbalancieren, was die Muskulatur stärkt.

Den Vögeln sollten Nistgelegenheiten zur Verfügung gestellt werden, denn der Bruttrieb ist ein natürliches Bedürfnis, dessen Unterdrückung zu psychischen Problemen führen kann. Achten sie darauf, das für alle Arten ausreichend Nistgelegenheiten da sind, da es sonst zu Konflikten kommt.

Näpfe sollten so angebracht sein, das von den darüber liegenden Sitzästen kein Kot hineinfällt, und bei unterschiedlichen Arten auch die schwächeren in Ruhe an ihrem Futterplatz fressen können, ohne von dominanteren Tieren verdrängt zu werden.

Das wichtigste sind häufig ausgetauschte frische Zweige, die stundenlang von den Vögeln benagt werden!